Eating Shit is breathtaking, too!

Liebe Freunde: inoffiziellen Zaehlungen nach reisen momentan 4 Millionen Deutsche durch den grossen roten Kontinent (etwa so, als haetten all unsere Arbeitslosen zur Wiederwahl von Tante Merkel Weihnachts-Urlaub und einen Gratisflug in die ehemalige Straeflingskolonie bekommen!) - das sind so viele, dass angeblich keine Reisevisa mehr an Menschen mit Socken und Sandalen ausgegeben werden. Im Folgenden wild gereihte Erinnerungsfetzten einer dieser Rucksackschildkroeten (ich!), gewuerzt mit fei(n)sten Kuriositaeten. Vorab aber ein herzlicher Weihnachtsgruss:

Also: what’s happening, Flash?

Zooom. Ich stehe an der gewaltigen Oper Sydneys und stelle fest: mit Badezimmerkacheln befliest ist die gute alte Dame. Man kocht halt ueberall mit Essen.

Woooz.. Jetzt bin ich in der Kueche des Pink Hostel, immer noch Sydney. Will Nudeln abgiessen, stelle das Sieb normgerueckt ins Waschbecken, hole den brodelnden Topf, kehre zum Waschbecken zurueck: es stapeln sich bereits 2 dreckige Toepfe, 3 schmierige Teller und 1 ranziges Glas als haemischer Haufen auf dem Loecher-Utensil. Tja, so kann das Wander-Leben sein: der taegliche Kampf um die einzigste (sic!) rostige Gabel - Backpacker Backpackeri Lupus. So schlimm das klingt: eigentlich habe ich hier bisher fast nur offene, freundliche, neugiereige und mutige (mit 18 Jahren ins Ungewisse!) Menschen getroffen, viel gelacht, gestaunt und Freundschaften begossen. Miranda hat uebrigens kurz vor unser Abfahrt noch den Tuergriff wiedergefunden (siehe: der Haufen).

Swap. Jetzt stehe ich auf dem Dach des Parlaments in Canberra. Erstaunlich: Bob Hawke (23ster Premierminister von Oz) steht im Guiness Buch der Rekorde, weil er einst 1,7 Liter Bier in 11 Sekunden exte. Welches wohl?

Woingooo. Nur wenige Stunden spater: ich sitze im tiefsten Nichts, eine kleine Huette umringt von rot und heiss und huepf (= massives Kaenguruh-Aufgebot) und lausche dem, was Klaus’ Schwester da auf der Gitarre bietet. Unter anderem englische Uebersetzungen von Udo Juergens groessten Werken. GROSSARTIG, gastfreundlich und RAAAA….AAAANDOM.

Zwischenboing. Diverse Kneipen mit Live-Musikern. Ich bruelle: “Waltzing Mathilda!!!” (schliesslich verspricht der Reisefuehrer dies als die inoffizielle Hymne des Landes), alle lachen, nichts passiert. Wahrscheinlich inzwischen eine Art suedhalbkugeliger “Hooooolzmichl!!!”.

queigug. Ich bin in einem Laden. Kaufe Deo. Hoescht unspektakulaer fuer euch! Asser fuer die Bruder: mel ist jetzt Mitchum-Man!

crash. Jetzt bin ich in Melbourne und muss staendig erklaeren, dass mein Name nicht so ist. Habe in dieser Stadt zum Beispiel die “ACDC-Road” entdeckt (die Man-O-War Steps in Sydney leider verpasst!), meine alte Freundin Jess (damals, Italien, Brombeeren) wiedergetroffen, in einem Hippie-Haus stocktrunken mit einem Huhn auf dem Kopf Gitarre gespielt und nach Automiete plus Linksverkehrschwitz auf Philip Island Koalas (20 Stunden Schlaf pro Tag! Das schafft nicht mal Papa!) und ultrawatschelige Zwergpinguine (die kleinste Kellnerarmee der Welt!) bewundert.

Das war der kleine Zeitsprung durch mein bisheriges Abenteuer. Morgen geht es weiter auf der “Great Ocean Road” - wahrend ihr dann alle unterm Baum friert, mache ich am Strand BBQ…

Seid mir herzlichts geherzt!

euer mel

PS: bisher ungeklaert…

… was macht den Regenwald eigentlich zum Regenwald?
… dreht sich das spuelende Klo hier tatsaechlich anders herum? Und warum? Wer jetzt “Corioliskraft” sagt, muss es auch erklaeren!

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- ohne Worte -dscn0558.jpg
Kerstin: Das nennt der jetzt “beschuetzen”???dscn0589.jpg
Kerstin: A pro pos ‘Teddy’ — ein heimlicher Job als Ranger?

3 Reaktionen zu “Eating Shit is breathtaking, too!”

  1. Mama, Paul und Marlon

    Hallo Mel,
    Weihnachtsabend in Waggum. Wir denken lieb an Dich!!!
    Es gab übrigens Käsefondue… lecker… und morgen kommen Adri, Opa, Frank und Malli zum Grünkohl. Tags drauf starten Paul und ich nach Sylt. Alles nicht annähernd so spannend wie bei Dir.

    Weiterhin viel Soaß und Abenteuer.

    Mama un d Männer

  2. Kerstin

    Hi Melli,
    der Bär weiß was er tut: besser er liegt mit den schönen Frauen auf dem Handtuch als du. Außerdem ist abhängen das heimliche Talent des Beschützerbärs!!

    Und ich wusst doch schon immer das jeder irgendwo einen Doppelgänger hat. Denk doch nur ans doppelte Lottchen! Jetzt hat Oma Ilse was zu erklären.

    Pack das Handtuch ein und steig in den Flieger: Ich vermisse dich!!!!
    deine Kerstin

  3. ganz unplaqued: Eating Shit is breathtaking, too! « Zahnteufelchen’s Weblog

    […] das schreibt das unblogged plaque äh unplaqued blog – übrigens durchaus […]

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