Half way to hell but burning well… (18.11.06)
Ryan’s und melvins gemeinsame Geburtstagsfeier.
“Another year closer to our own graves, the German apartment celebrates another set of November birthdays.
Sure you be a night you won’t be able to remember!
Wear black, drink some old man liquor, and play some beer pong…”
Ryan Plocher on facebook, November 06

Es sollte eine Pyjama Party werden, doch dann hatte Ryan plötzlich Angst vor allzuleicht strippenden Betrunkenen - eine viel belächelte Phobie, die sich auch ohne Schlafanzugmotto später teilweise bewahrheiten sollte. In dem entstandenen thematischen Loch entstand nun unter der prohibitionsgeschädigten amerikanischen Collegejugend ein Gerüchte-Kontinuum von “Das Ende der Jugend, jetzt sauf dich tot” bis “Hä? Ran an den Alk!”, das ich in meiner eigenen Einladung notdürftig zu dem hippen Motto “Half way to hell but burning well” verarbeitete.
Eine fette Party, die viele Erinnerungen nicht nur auf dem Teppichtagebuch zurückließ…
Die emsigsten WG-Mitglieder begannen schon nach 30 Minuten, leichte Veränderungen an der ansonsten stillschweigend akzeptierten Kleiderordnung vorzunehmen. Man beobachte aufmerksam die subtilen Unterschiede zwischen jenen Bildern, beginnend mit einer wahrhaft meisterhaften Partie Beerpong.



[ABAA = “American Beerpong Association of America”
… ganz schön amerikanisch.]
Zwei unglaublich präzise letzte Würfe [unbeschreibbar] sicherten uns das verdiente Unentschieden und von dort an war der kleine Mann im Muskelshirt ein unhaltbarer kleiner Mann ohne Muskelshirt. Mit nacktem Oberkörper rannte er brüllend, pöbeld und Mützen-werfend (meistens meine) durchs Apartement; er, der sonst in ständiger Angst davor lebt, dass ein schwuler schwitzender Latino es auf ihn abgesehen haben könnte *. Seine Chancen standen nicht schlecht… eine halbe Stunde später schlief er.
* Erinnert ein wenig an den armen Hans-Werner Brunx, der immerhin mit einer Schleife bekleidet beim radikalen Frauenclub Schwanz ab! aus der Torte hüpft.
Für uns ging die Party weiter…



…und neben Geburtstagskuchen auf dem Balkon, dem unerwarteten Auffinden meiner Zahnbürste an unangebrachtem Orte (im Mund eines Fremden), einem immer kuscheliger werdenen Wohnzimmer mit immer weniger Frauen, Matt’s 30minütigem Versteckspiel unter meinem Schreibtisch und dem ausgelassenen Suff des Schwedens… da passierte diese wunderbar erheiternde Kleinigkeit:
Wir saßen in der Küche und spielten “Wer kann am besten böse lachen?” Da zeigte James auf meine mühsam importierte Senftube und fragte: “What’s that?”, da Senf in Amerika aus der Flasche kommt. Ich antwortete stolz: “It’s German moustache” - ein kleiner Vokabelfehler, der nach anfänglicher Verwirrung zu viel Vergnügen und Schabernack führte. Es brennt. Aua.

Was hätten Sie denn gerne? - Eine Tube deutschen Schnurrbart bitte.
Lies & lern:
moustache vs. mustard
Ansonsten bleibt wohl nicht mehr viel zu berichten. Der Schwede und ich teilten mein Bett und er brabbelte die ganze Nacht Muttersprache oder Suffki. Am nächsten Morgen gab es erst ein großer Chaos und dann Frühstück. Wie bei André früher… mit Brille im Kornfeld und Brandwunde am Kinn.



Am 26. November 2006 um 02:36 Uhr
Hi Mel! das dieht ja wirklichgut aus. Nch meiner Geburtstagsparty im Busch sah es aehnlich aus. nur haben wir draussen gefeiert und mussten danach den ganzen garten nach Bierdosen absuchen. Bei 40 Grad im Schatten um 10 Uhr morgens nicht sonderlich angenehm.
Viele liebe Gruesse, niko
Am 26. November 2006 um 03:42 Uhr
Oh, ich will auch mal zum X-Kontinent!
Am 26. November 2006 um 17:05 Uhr
ui
Das siehr ja echt nach giftiger Wand aus.
Deine Gäste werden sich alle verklagen!
Dennoch bin ich dringend für den Austausch der Ösibilder!
Ich hätte gerne diese original rotweißen Becher zum Jahreswechsel, bitte.
Dieses lustige Sprachspiel habe ich in Frankreich auch immer gespielt.
Fragt sich nur, warum auf dem vorletzten Bild der Sohn deines Englischlehrers abgebildet ist (+ papa)?
Am 26. November 2006 um 22:42 Uhr
Ah ja, Sprachverwirrung erster Güte… Es gab dann ja auch noch diesen kleinen Österreicher mit Senf, vor gut 70 Jahren… ;-)
Im französischen sehr nett, wenn man étrangers und étageres verwechselt… Zwei Vokabeln, die ich wahrscheinlich immer behalten werde… Les gens qui n´aime pas des étageres… Regalrassisten… ^^ Für Grammatik und Rechtschreibfeheler kann ich nix, kann ja auch kein Französisch… ^^
Am 27. November 2006 um 21:32 Uhr
Schön gesoffen mal wieder… nenene ^^
Hab heute meinen Führerschein bestanden mein Brudi :)
Musste das mal loswerden.
Und nen Link hab ich auch auf meine Site gepackt ;)
Am 28. November 2006 um 13:44 Uhr
mel, diese rot-weißen becher müssen unbedingt dabei sein bei op meerenge!
die sind echt toll!
grüße
Am 28. November 2006 um 16:49 Uhr
Katta: “…qui n’aiment pas…” ;-) Sorry, Franz-LK.
Noch schöneres Beispiel: Le bâteau a été abordé. - Das Boot ist abgetrieben worden (im Sinne von schwanger gewesen sein). :-) Für Rechtschreibung und alles garantiere ich aber auch nicht. -.-
Am 29. November 2006 um 03:25 Uhr
Melvin!
“Matt’s 30minütigem Versteckspiel unter meinem Schreibtisch”(?)
Ich war nich unter deinem Schreibtisch fuer 30 Minuten, sondern nur ein paar. Aber, ich habe es zwei Mal getan, weil jemand hat mich gefragt, ob es bequem war. Du musst mir beides Mal gesehen haben.
Mindestens war ich nicht so besauft wie Elliott …
Am 30. November 2006 um 13:57 Uhr
Eva: Ja, es dämmert langsam… Mir war irgendwie schon klar, dass “aime” nicht ganz richtig sein konnte, weil man jedes Verb ja auch irgendwie zum passenden Personalpronomen verändern muss, aber mir fiel partout nicht ein wie es heißen muss…
Meine Englischlehrerin in der 11. Klasse war mal etwas verzweifelt, als jemand erklärte “He has been drunken” im Sinne von “Er ertrank”! Unsere Lehrerin stellte sich nun nach vorne und demonstrierte sehr theatralisch den Unterschied zwischen “He has been drunken” und “He has been drown”! Werde ich nie vergessen…
Am 30. November 2006 um 17:22 Uhr
He has been drunk
und
He has drowned
oder
He has been drowning
…wenn der arme Bursche da schon seit einiger Zeit immer noch am ertrinken ist.
;-)
Am 3. Dezember 2006 um 20:48 Uhr
ich liebe dieses komische gefuehl, wenn man dinge, die man nur aus filmen kennt, auf einmal in real sieht (also fast real, aber ich traue deinen photos). denn diese vielzitierten weissroten becher kannte ich bisher nur aus dawson’s creek folgen (filme naja), in denen ebendiese die hauptdarsteller auf wilden precollegeparties waren, die immer damit endeten, dass jemand kotzend ueberm zaun hing und sich schwor, nie wieder alkohol zu trinken (paedagogischer auftrag des amerikanischen serienfernsehens erfuellt).
verwechsler in fremden sprachen sind immer wieder huebsch, vor allem, wenn sowas dabei rasukommt.
party on!
Am 14. Dezember 2006 um 23:17 Uhr
Hey Mel- ich finds einfach klasse…Ich glaub diese Becher sind der Innbegriff des studentischen und vor allem AMERIKANISCHEN Alkoholmissbrauchs! Ich kenn die Becher auch gut ;=)